Seit über 70 Jahren für St. Margaretha engagiert
Geschichte des Kirchenbauvereins Brey e.V.
Die Geschichte des Kirchenbauverein Brey ist eng mit der Geschichte der Kirche St. Margaretha verbunden. Seit 1951 setzen sich Menschen aus Brey dafür ein, ihre Kirche zu bewahren, weiterzuentwickeln und als lebendigen Ort für kommende Generationen zu erhalten.
Vom Erhalt einer Kirche zur Gestaltung ihrer Zukunft
Wer heute die Kirche St. Margaretha betritt, erlebt einen Ort voller Geschichte, Glauben und Gemeinschaft. Dass dieses Gotteshaus bis heute das Herz vieler Menschen in Brey ist, verdankt es dem Engagement zahlreicher Generationen.
Der Kirchenbauverein Brey e.V. wurde gegründet, um die Zukunft der Kirche zu sichern. Seine Wurzeln reichen jedoch viel weiter zurück – bis zu den Anfängen der Kirche im Mittelalter.

Die Anfänge der Kirche St. Margaretha
Die Geschichte der Kirche beginnt bereits im Jahr 1280. Damals wurde erstmals eine Kapelle in Brey urkundlich erwähnt. Sie befand sich unweit eines fränkischen Gräberfeldes und gehörte ursprünglich zum Bereich der Großpfarrei Boppard.
Im Laufe der Jahrhunderte wechselten Zuständigkeiten und Besitzverhältnisse mehrfach. Bereits im Mittelalter entwickelte sich die Kapelle zu einem wichtigen religiösen Mittelpunkt für die Menschen im Ort.
1656 wird erstmals die Heilige Margaretha als Patronin der Kirche erwähnt. Ihr ist das Gotteshaus bis heute geweiht.

Die Erweiterung von 1699
1699 wurde die damalige Kapelle durch ein Langhaus erweitert. Das historische Chörchen blieb dabei erhalten und prägt bis heute den ältesten Teil des Gebäudes. Diese Erweiterung genügte den Anforderungen der Gemeinde über mehr als zweihundert Jahre hinweg.
Noch heute lassen sich im Kirchenraum Spuren dieser Bauphase erkennen.

Schwere Jahre und Wiederaufbau
Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Kirche beschädigt.
1947 detonierte eine Fliegerbombe an der Südmauer des Gotteshauses. Dabei wurden Dach, Fenster und Turm erheblich beschädigt. Die Nachkriegszeit war von Materialknappheit geprägt. Dennoch gelang es den Menschen in Brey mit großem Einsatz, die Schäden zu beseitigen und ihre Kirche zu erhalten.
Dieses Engagement sollte wenig später die Grundlage für ein noch größeres Projekt bilden.

Die Gründung des Kirchenbauvereins 1951
Nach dem Krieg wuchs die Bevölkerung von Brey deutlich an. Die Kirche wurde für die Gemeinde zu klein. Gleichzeitig war der Weg zur Pfarrkirche in Spay insbesondere für Kinder schwierig und gefährlich.
Um die Zukunft der Kirche zu sichern, gründeten engagierte Bürger am 2. September 1951 den Kirchenbauverein Brey e.V.
Der Verein verfolgte ein klares Ziel: Die Beschaffung von Mitteln zum Bau, zur Unterhaltung und zur Ausschmückung der Kirche St. Margaretha. Bis heute bildet dieser Auftrag die Grundlage der Vereinsarbeit.

Der Erweiterungsbau 1954/1955
Die größte Aufgabe der ersten Vereinsjahre war die Erweiterung der Kirche. Die Planungen waren anspruchsvoll. Chor und Turm standen bereits unter Denkmalschutz und mussten vollständig erhalten bleiben.
Die gesamte Dorfgemeinschaft unterstützte das Vorhaben. Spendenaktionen, Sachlotterien und unzählige freiwillige Arbeitsstunden machten das Projekt möglich.
1954 begannen die Bauarbeiten. Bereits ein Jahr später konnte die erweiterte Kirche feierlich eingeweiht werden.
Das Gotteshaus wurde:
- von 7 auf 13 Meter verbreitert
- von 10 auf 16 Meter verlängert
- an die Bedürfnisse der wachsenden Gemeinde angepasst
Der Erweiterungsbau prägt bis heute das Erscheinungsbild der Kirche.

Eine neue Orgel für St. Margaretha
Ein bedeutender Meilenstein war die Anschaffung einer neuen Pfeifenorgel.
Im Jahr 2003 erhielt die Kirche eine Orgel der Firma Hugo Mayer aus Heusweiler. Die Finanzierung wurde durch das Engagement des Kirchenbauvereins und eine großzügige Spende ermöglicht.
Bis heute bereichert die Orgel Gottesdienste, Konzerte und kulturelle Veranstaltungen.

Engagement über Generationen hinweg
Auch nach dem Erweiterungsbau blieb der Kirchenbauverein aktiv.
In den folgenden Jahrzehnten unterstützte der Verein zahlreiche Maßnahmen:
- Restaurierung historischer Kirchenfenster
- Erhalt wertvoller Kunstgegenstände
- Pflege des Kirchengebäudes
- Unterstützung kirchlicher Veranstaltungen
- Förderung kultureller Angebote
Dabei wurde die Arbeit stets von ehrenamtlichem Engagement getragen. Viele Breyer Familien haben über Generationen hinweg dazu beigetragen, die Kirche zu erhalten.

Innenrenovierung und Neugestaltung 2014
Kirchen-Raum-Entwicklung – Die Zukunft gestalten
Im Jahr 2022 begann ein neues Kapitel.
Mit der Initiative Kirchen-Raum-Entwicklung entwickelte der Kirchenbauverein gemeinsam mit einem Projektteam Ideen für die Zukunft der Kirche.
Ziel ist es, die Kirche St. Margaretha als lebendigen Ort für: Glauben, Gemeinschaft, Kultur und Begegnung weiterzuentwickeln.
Dabei sollen Tradition und Moderne bewusst miteinander verbunden werden. Neue Gottesdienstformen, kulturelle Veranstaltungen, flexible Nutzungsmöglichkeiten und moderne technische Ausstattung schaffen neue Perspektiven für die Kirche im 21. Jahrhundert.
In einer Kirche sollte es wie in einem Zirkus sein:
bunt, fröhlich und fantasievoll.“— Papst Johannes XXIII.