Über 700 Jahre Glauben, Gemeinschaft und Engagement

Die Geschichte der Kirche St. Margaretha

Von der mittelalterlichen Kapelle zur lebendigen Kirche von heute

Die Kirche St. Margaretha prägt seit Jahrhunderten das Leben in Brey. Ihre Geschichte erzählt von Glauben, Wandel und dem außergewöhnlichen Engagement vieler Generationen.

Die Kirche St. Margaretha gehört zu den ältesten und bedeutendsten Bauwerken in Brey.

Seit Jahrhunderten begleitet sie die Menschen des Ortes bei freudigen und schweren Momenten ihres Lebens. Generationen von Bürgerinnen und Bürgern haben dazu beigetragen, dieses Gotteshaus zu erhalten, zu erweitern und immer wieder an neue Herausforderungen anzupassen.

Die Geschichte von St. Margaretha ist deshalb nicht nur die Geschichte eines Gebäudes, sondern auch die Geschichte der Menschen von Brey.

1969 1971

Die ersten Spuren im Mittelalter

Die älteste bekannte Erwähnung einer Kirche in Brey stammt aus dem Jahr 1280.

Damals wird eine Kapelle erwähnt, die unweit eines fränkischen Gräberfeldes errichtet wurde. Sie gehörte ursprünglich zum Bereich der Großpfarrei Boppard und entwickelte sich im Laufe der Zeit zu einem wichtigen religiösen Mittelpunkt des Ortes.

Bereits im Mittelalter spielte die Kirche eine wichtige Rolle für die Menschen der Region. Über die Jahrhunderte wechselten Besitzverhältnisse und kirchliche Zuständigkeiten mehrfach, doch die Bedeutung der Kirche für Brey blieb bestehen.

2008 - 2019

Die Erweiterung von 1699

Mit dem Wachstum der Bevölkerung wurde die ursprüngliche Kapelle zunehmend zu klein.

Deshalb wurde sie im Jahr 1699 um ein Langhaus erweitert. Der historische Chor blieb dabei erhalten und bildet bis heute den ältesten Teil der Kirche.

Diese Erweiterung sollte für mehr als zweihundert Jahre ausreichend sein und prägte das Erscheinungsbild der Kirche nachhaltig.

2024 - heute

Die Gründung des Kirchenbauvereins

Mit dem Bevölkerungswachstum nach dem Krieg stieß die Kirche zunehmend an ihre Grenzen.

Die Gemeinde benötigte mehr Platz, gleichzeitig sollte die historische Kirche erhalten bleiben.

Deshalb wurde am 2. September 1951 der Kirchenbauverein Brey e.V. gegründet. Sein Ziel war es, die notwendigen Mittel für den geplanten Erweiterungsbau zu beschaffen und die Zukunft der Kirche langfristig zu sichern.

Bis heute engagiert sich der Verein für die Kirche St. Margaretha.

2024 - heute

Kunst, Kultur und Glauben

Über die Jahrhunderte entstand eine bemerkenswerte Ausstattung.

Dazu gehören unter anderem:

  • historische Kirchenfenster aus dem 15. Jahrhundert
  • der Rokoko-Altaraufsatz
  • die Marienfigur
  • Wandfiguren bedeutender Heiliger
  • die Mayer-Orgel
  • die Glocken

Diese Elemente machen St. Margaretha zu einem besonderen Zeugnis regionaler Kirchen- und Kunstgeschichte.

1995 - 1998

Die Heilige Margaretha als Patronin

Im Laufe der Geschichte wurde die Kirche der Heiligen Margaretha von Antiochien geweiht.

Die Heilige Margaretha gehört zu den Vierzehn Nothelfern und zählt bis heute zu den bekanntesten Heiligen des Mittelalters. Sie wird traditionell mit einem Kreuz und einem Drachen dargestellt und gilt als Schutzpatronin vieler Menschen in schwierigen Lebenssituationen.

Bis heute trägt die Kirche ihren Namen und bewahrt damit eine jahrhundertealte Tradition.

2020 - 2023

Kriegsjahre und Wiederaufbau

Wie viele historische Gebäude blieb auch die Kirche St. Margaretha von den Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs nicht verschont.

Eine Fliegerbombe beschädigte Turm, Dach und Fenster erheblich. In den Jahren nach dem Krieg wurde die Kirche mit großem Einsatz der Bevölkerung wieder instand gesetzt. Material war knapp, vieles musste improvisiert werden. Dennoch gelang es den Menschen in Brey, ihr Gotteshaus zu bewahren.

2024 - heute

Der große Erweiterungsbau 1954/1955

Der Erweiterungsbau war eines der bedeutendsten Projekte in der Geschichte der Kirche.

Die Planungen mussten den Denkmalschutz berücksichtigen, da Chor und Turm erhalten bleiben sollten.

Mit enormem ehrenamtlichem Einsatz, Spendenaktionen und Unterstützung aus der Bevölkerung konnte das Projekt erfolgreich umgesetzt werden. Die Kirche wurde deutlich vergrößert und an die Bedürfnisse der Gemeinde angepasst.

Noch heute prägt dieser Bauabschnitt das Erscheinungsbild der Kirche.

2024 - heute

Die Innenrenovierung 2014

Im Jahr 2014 wurde die Kirche umfassend renoviert.

Dabei wurden nicht nur einzelne Bereiche überarbeitet, sondern das gesamte Gotteshaus optisch und farblich neu gestaltet. Ziel war es, die historische Substanz zu bewahren und gleichzeitig die Kirche für die Zukunft zu stärken.

Die feierliche Wiedereröffnung erfolgte am 5. April 2014.

Kirchen-Raum-Entwicklung seit 2022

Ein neues Kapitel begann im Jahr 2022.

Mit der Initiative Kirchen-Raum-Entwicklung startete ein Projekt, das die Kirche St. Margaretha als Ort für Glauben, Gemeinschaft und Kultur weiterentwickeln möchte.

Neue Veranstaltungsformate, flexible Nutzungsmöglichkeiten und moderne Technik ergänzen heute die traditionelle Nutzung des Kirchenraums. Dabei bleibt das historische Erbe der Kirche stets Grundlage aller Veränderungen.

Geschichte bewahren. Zukunft gestalten.

Die Geschichte der Kirche St. Margaretha wird bis heute von engagierten Menschen weitergeschrieben. Unterstützen auch Sie den Erhalt dieses besonderen Ortes.